Nein, keine Pauken, sondern Djemben, jene westafrikanischen Handtrommeln, erklangen in dieser Woche und vermittelten wahres Dschungelfeeling.
Die Grundschule unserer Enkel Tobias und Theresa hatte sich den Hamburger Künstler, Musiker, DJ und Musikpädagogen Bernhard Heitsch von TrommelAPPLAUS! für drei Tage nach Genthin geholt, um mit über 100 Schülerinnen und Schülern der Grundschule zu trommeln und eine Trommel-, Sing-, und Tanzperformance einzustudieren.
Und dann war es soweit. Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde der Kinder wurden in die Sporthalle Genthins eingeladen, um das Ergebnis zu bewundern. Klar waren wir da – für Claudia, als Musik- und Bewegungspädogin wäre das ja sogar dienstlich von Interesse. Ob ich allerdings den Lärm wohl aushalten würde?
Als wir ankamen – eigentlich ganz pünktlich – schien das Programm schon begonnen zu haben. Aber nein, es war nur eine Art des „Warmtrommelns“ und Vorstellens der über 100 kleinen Künstler, die mit unterschiedlichen Tier- oder Sternenmasken in Gruppen sortiert (nach Klassenstufen) auf dem Boden saßen, während sich die Ränge der Zuschauertribüne schnell füllten.
D
ann begann die eigentliche Vorführung. Erzählt, besungen, getanzt und vor allem getrommelt wurde die Geschichte einer kleinen Djembe, die wieder zu ihrer Mama- und Papa-Djembe nach Afrika zurück wollte. Auf der langen Reise begegneten ihr etliche Tiere, die den Weg wiesen, begleiteten – oder auch versperrten (die Krokodile), jedenfalls je ein kleines Tänzchen zu einem passenden Lied aufführten.
Das gut einstündige Programm hat definitiv nicht nur den Kindern Spaß gemacht. Die Sporthalle dampfte geradezu unter der imaginierten afrikanischen Sonne, den afrikanischen Klängen der Trommeln, der eingespielten und live vorgetragenen Musik und den lustigen Bewegungen, die zum Mitmachen animierten. Tatsächlich bewundernswert, wie es Berhard Heitsch in nur drei Tagen gelungen ist, die über 100 Kinder zu bändigen und zu begeistern, um solch eine Performance zu kreieren – kindgerecht, herausfordernd – ohne zu überfordern. Ganz nebenbei haben die Kinder auch einiges über Afrika gelernt. Und nachhaltig ist das Erleben auch... Während ich diese Zeilen schreibe, sitzen die beiden Enkelkinder in der Schmetterlingsstube, hören die CD mit den afrikanischen Klängen und singen dazu und hauen auch auf die Pauke – ähm Djembe – und andere von Claudias wundersamen Instrumenten.