Bücher für die Masterthese

Das muss endlich aufhören, dass der Prorektor mit einer Studentin ... ;-)
Also muss die Studentin eine Masterthese schreiben und fertig werden!
Claudia liest, schreibt, interviewt, transkribiert, reflektiert, diktiert ... und stapelt Bücher.

Tatsächlich neigt sich Claudias berufsbegleitendes Studium der Musiktherapie an der Theologischen Hochschule Friedensau nach zwei Jahren intensiver Theorie- und Praxisvermittlung, Tutorien, Praktika und vielen Selbstreflexionen dem Ende entgegen - oder auch dem Höhepunkt: Dem Schreiben der Masterthese.  Aus der Stille heraus gestalten in leiborientierter Musiktherapie, lautet der Titel der Arbeit und trägt den erklärenden Untertitel Expertenbefragung zum Umgang mit Übergängen aus der Stille heraus.  Klingt so richtig wissenschaftlich? Naja, das soll wohl auch so sein bei einer Masterthese.

Tatsächlich befragt Claudia Expertinnen und Experten aus Musiktherapie und angrenzenden Disziplinen wie Tanz-, Leib- oder Körpertherapie, wann und wie sie Momente der Stille beenden und wieder in den Fluss kommen. Dass Stille für therapeutische Prozesse wichtig ist, weiß inzwischen wohl jeder, der in diesem Bereich tätig ist. Doch kommt ja auch der Moment an dem die Stille ihre Frucht trägt, neue Klänge und Töne, Erkenntnisse und Einsichten hervorgebracht werden sollen. Nur - wann genau ist es so weit? Gibt es auch ein "zu spät"? Und wie wird dieser Augenblick des Übergangs gestaltet?

Berge von Büchern stapeln sich in diesen Tagen auf dem Tisch - bunt bemalt und angemerkt, definitiv gelesen, verinnerlicht, durchdrungen. Dazu kommen Transkriptionen von Interviews, die auf Auswertung mit Mitteln der qualitativen Forschung warten. Eines immer faszinierender als das andere. Dazwischen eine glückselige Claudia, die ihr Forschungstagebuch per Diktiergerät befüllt und Schritt für Schritt voran kommt (der ganz normale Arbeitsalltag geht ja weiter...), sich an neuen Erfahrungen und Erkenntnissen freut.

stille buchDabei haben sowohl Musik als auch Stille immer auch mit spirituellem Erleben zu tun, so dass Clauda auch ihre ganze theologische Kompetenz und pastorale Erfahrung mit einbringen kann - und dies natürlich auch tut. Der Nutzen ist keine Einbahnstraße. Die Arbeitsfelder befruchten sich gegenseitig - gerne auch mit Querverweisen zum Laudieren.

Man(n) darf gespannt sein auf das Ergebnis, das Ende August den Gutachtern eingereicht wird und dann sicherlich auch in geeigneter Form einer breiteren Leserschaft zur Verfügung gestellt wird.